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Branding: Was steckt dahinter und welche Nutzen hat es für das Marketing?

Autor: Martin
abgelegt in: Marketingstrategien

Früher, und teilweise auch heute noch markierten Bauern ihre Kühe mit Symbolen, die sie in das Fell ein brannten. So konnte jeder erkennen, dass es ihr Vieh war, Diebstahl wurde also schwierig. So ähnlich hat wohl das Branding angefangen, wobei es mittlerweile noch einige andere Nutzen hat.

Eine ähnliche Wirkungsweise, aber ein anderer Sinn steckt hinter dem Marketing-Begriff des Brandings, denn dort ist eine „Brand“ eine ganz bestimmte Marke, ein Symbol oder ein Maskottchen, die wir mit einem Produkt verbinden.

Nutzen eines Brands

Alles unter einem Hut

Selbst wenn man mehrere Produkte auf den Markt bringt, ein klassisches Produkt aus dem Sortiment streicht oder aber eine völlig neue Linie ausprobiert, das alles kann unter einem Brand geschehen, so dass der Kunde immer weiß, dass er es mit einer vertrauten Marke zu tun hat. Besonders Hersteller mit einem breiten Produktspektrum können davon profitieren, so etwa Nestle oder auch Dunlop, die nicht nur für Autoreifen, sondern auch für Sportkleidung bekannt sind. Generell sorgt ein Branding dafür, dass alle Produkte und Leistungen als eine Einheit erkannt und vor allem wieder erkannt werden.

leicht zu merken

Ein gutes Symbol, ein knackiger Name oder ein einprägsames Maskottchen gehen schnell ins Gedächtnis und setzen sich dort fest, so dass man es - sollte man das Produkt irgendwann einmal suchen - durch das Branding sehr viel schneller wieder findet. Soll man sich zwischen einer unbekannten Marke und einer bekannten Marke entscheiden, wird der Großteil die bekannte Marke wählen, genau deshalb ist der Wiedererkennungseffekt beim Branding so wichtig.

Charakter

Eine Marke hat immer auch einen Charakter, so geht es etwa McDonalds immer darum, möglichst junge Leute und Familien anzusprechen, während Du darfst ausschließlich an junge Frauen gerichtet ist. Durch Werbung, Slogans und den allgemeinen Look des Produktes wird so ein Charakter nach und nach aufgebaut, Branding ist also auch dazu da, eine gewisse persönliche Verbindung zum Kunden aufzubauen, so dass Vertrauen in die Marke entsteht und man sich sogar mit ihr identifizieren kann, selbst wenn es sich dabei nur um einen Rasierer handelt.

Wie entsteht Branding?

  • Mal eben ein einfaches Logo zusammen schustern und einen flotten Spruch ausdenken wird bei einem konsequenten Branding nicht funktionieren. Man sollte vorher genau wissen, wie die Zielgruppe für das eigene Produkt aussieht, Durchschnittsalter, Geschlecht, technisches Verständnis, Singles oder Familien - eine ausführliche Marktforschung gehört dazu, um keine Zeit oder Geld auf ein Branding zu verschwenden, das am Ende völlig an den Kunden vorbei geht. Wichtig bei der Ansprache der Kunden ist es, ihnen eine Art Ideal vorzuführen, so dass sie erfolgreicher, schöner oder klüger werden, wenn sie das Produkt kaufen. Natürlich ist das nur eine Illusion, aber diese Art von Märchen hört jeder gerne.
  • Weiß man, wen man anspricht, sollte man sich sein Produkt nehmen und überlegen, was für ein Branding am Ehesten passen würde. Reicht ein Logo und ein Slogan, oder soll es gleich ein Maskottchen sein? Kann man sogar eine bestimmte Person als „Gesicht“ des Produktes engagieren? Welche Adjektive passen zum Produkt? Welche Farbpalette geht damit einher? Wichtig ist dabei, dass man darauf achtet, das alles zusammen passt, ein elegantes Logo und ein kunterbuntes Maskottchen können sich schnell beißen und vermitteln gegensätzliche Charakterzüge, die den Kunden nur verwirren.
  • Zu guter Letzt sollte man das Branding so unter die Leute bringen, dass es auch zum Produkt passt. Ein lokaler Service profitiert beispielsweise von persönlichen Visitenkarten, die so von Hand zu Hand inklusive eines netten Gespräches ausgetauscht werden können. Andere Produkte laufen über soziale Netzwerke hervorragend, auch Twitter kann etwa bei der Einführung neuer Produktlinien Wunder wirken, Inserate und Werbespots können natürlich nie schaden, um Logos unter die Leute zu bringen sind auch immer wieder Sticker und Postkarten eine gute Idee.

Eine Marke ist ungemein wichtig, um ein Produkt oder selbst eine Leistung zu verkaufen, denn dann kauft der Kunde nicht nur das Produkt, sondern auch ein gewisses Gefühl, das mit einher geht. Etwa die humorvolle, kumpelhafte Seite eines Miller Bieres, das fast schon heroische Sportlerimage der Nike Marke oder aber die Klasse eines Old Spice Parfüms.

 


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