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Dramatic Shift in Marketing Reality

Autor: Martin
abgelegt in: Marketingnews

Die Welt der Marken und Werbung verändert sich drastisch. Mit den sozialen Netzwerken im Internet haben Konsumenten mehr Macht über Marken und Produkte übernommen. Die Agentur Scholz & Friends illustriert in einem Animationsfilmchen den sogenannten Dramatic Shift in Marketing Reality.

Wenn man die Aussage des Kurzfilms in Realität übersetzt, dann waren Konsumenten früher zufriedene Menschen, die randvoll mit Glückshormonen ihre Lieblingsprodukte aus den kleinen, überschaubaren Supermärkten trugen. Zuhause saß dann die ganze Familie vor dem Fernseher und bejubelte frenetisch identifikationsstiftende Werbung, als sei es der Siegtreffer bei einer Fussball-WM.

Es war einmal…denn plötzlich änderten sich die Dinge zum Üblen: Überforderung durch den medialen Overkill, Ratlosigkeit durch tausende Meinungen. Der vormalige “Brand-Fan”ist nurmehr ein “Brand-Skeptiker”.

Natürlich steckt in dem Comic von Scholz & Friends mehr Selbstironie als bitterer Ernst. Aber die Werber sehen sich genötigt, sich mit dem Paradigmenwechsel in der Werbe-und Marketingwelt auseinanderzusetzen. Schließlich ermöglicht das Internet den Konsumenten einen ‘grenzenlosen’ Austausch über Marken und Produkte. Jüngstes Beispiel ist die verunglückte Pepsi-Kampagne.

Gerade in Blogs und Kommentaren verbreiten sich Urteile zu Produkten wie ein Lauffeuer.  Wenn es um zweifelhafte Werbe- und Marketingkampagnen geht, sind die sozialen Netzwerker nicht zimperlich. Schnurstraks werden als Antwort kritische, gar lächerlich machende Beiträge oder Videos gepostet, die sich für die Markenverantwortlichen manchmal wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen müssen.

So krass drückt es Scholz & Friends natürlich nicht aus. Sie nennen es “die neuen Möglichkeiten (des Konsumenten), sich zu engagieren” und wünschen sich daher einen “neuen Dialog (von Werbern) mit den Konsumenten”. Das Problem: Soziale Netzwerke sind - wie es der Name schon sagt - sozial und nicht kommerziell. Die Lebendigkeit beruht auf Gedankenaustausch, Diskussionen und Unterhaltung, und nicht auf Einmischung durch Werbestrategen.

Die Werber haben es in der Hand, ob ihnen die neue Ethik der Marken-Mit-Mach-Verantwortung von den kritischen Konsumenten ‘abgekauft’ wird.

Im Comic jedenfalls ist am Schluss das Herz des kleinen Männeken gebrochen. Eine Lösungsvorschlag zur Reparatur wird nicht gegeben.


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  1. Just schreibt:

    Jaja, Werbung und Ethik! Wer’s glaubt! Gut, die leichte Ironie in deinem Beitrag.

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