Kundenoffensive

Marketing & Sales
 


Der neue Dacia Sandero kann vor allem mit einem punkten: Dem Preis. Der ist nämlich sensationell billig für einen PKW dieser Klasse, was den kritischen Beobachter natürlich auf Mängel in der Fahrzeugausstattung argwöhnen lässt.

Um dem vorzubeugen, hat Dacia mit Hilfe von Muttergesellschaft Renault in die Werbung investiert. Herausgekommen ist eine lustige Kampagne, die sich vor den Größen des Automobilmarktes wie Audi oder dem Ford Kuga zumindest marketingtechnisch nicht verstecken muss.

Dacia hat bereits mit der Promotion des ebenfalls sehr preiswerten Dacia Logan MCV gezeigt, dass sie die Kunst beherrschen, den Zuschauer durch originelle Einfälle auf das beworbene Produkt aufmerksam zu machen. So wird der Logan als Gemeinschaftseinfall der im Altersheim relaxenden Links-Revolutionäre beworben. weiterlesen »


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Das Audi gute Autos baut, ist seit einer ganzen Weile bekannt. Dass sie auch eine gute bis hervorragende Kreativ-Abteilung ihr eigen nennen, dürften zumindest diejenigen wissen, die regelmäßig fernsehen.

Tatsächlich gehören die Audi-Commercials seit Jahren zum Besten, was Deutschlands Marketing-Landschaft in Sachen Werbung so hervorbringt. Speziell die Autowerbung hat in den letzten Jahren immer mehr an Klasse gewonnen, was meiner Meinung nach nicht zuletzt an Audi liegt, denn durch deren Werbeclips wird die Messlatte für die anderen immer ein Stücken nach oben gelegt.

Da wäre dieser unvergessene Auftritt von KingKong, der sich auf eine gewisse Weise nicht vom Grip des Quattro lösen kann und darüber ganz die weiße Frau vergisst.

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Die aggressive Werbestrategie des Baumarktes „Praktiker“ ist nach aktueller Rechtsprechung irreführend. Insbesondere die aggressiven Rabattaktionen, die mit der Werbeaussage „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ begleitet werden, sind für den durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Verbraucher irreführend. Denn die Rabattaktionen schließen nicht nur Tiernahrung, sondern auch Tchiboprodukte aus. Und das macht „Praktiker“ in seiner Werbeaussage nicht deutlich.

Die Baumarktkette „Praktiker“ wird seine Werbestrategie umpositionieren müssen. Denn die aggressive Werbeaussage „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ hat nach dem rechtskräftigen Urteil nicht mehr Bestand. Und „Praktiker“ leitet sodann auch einen werbestrategischen Wechsel ein. Die Rabattaktionen sollen reduziert, und auf ausgewählte Produkte übertragen werden. Der aggressive Preiskampf mit dem Marktführer „Obi“, dessen Werbestrategie origineller und erfolgreicher ist, kann in die nächste Runde gehen. Und erste Ansätze zeigen sich in dem neuen Werbespot, in dem „Praktiker“ dem Imagewerbespot von „Obi“ angreift.

Der strategische Werbewechsel kann erfolgversprechend werden. Denn der onmipräsente Werbespot von „Obi“ führt inzwischen zu Reaktanzen bei den Verbrauchern. Und der direkte werbliche Seitenhieb von „Praktiker“ wird begrüßt. Sollen Baumärkte singen oder verkaufen?


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Seit 2004 existiert diese im Verbund mit der Düsseldorfer Marketing-Agentur Grey ins Leben gerufene Kampagne des Bundesverbandes für Alphabetisierung.

Sie soll ein in Deutschland vorhandenes, aber totgeschwiegenes Problem bewusst machen - die zunehmende Analphabetisierung der Bevölkerung.

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Den Zeigefinger anfeuchten, in das kleine Tütchen stecken, und abschlecken. Das ist die Ahoj-Brause. Und sie erlebt einen neuen alten Trend, den des Retro. Denn die Ahoj-Brause frischziniert seit 83 Jahren. Und sie kommt wieder in Mode. Heute werden 100 Millionen Tüten des legendären Brausepulvers mit dem blauen Matrosen jährlich konsumiert. Und die Frischzination dieser Traditionsmarke geht weiter.

Die Erfolgsgeschichte des prickelnden Brausepulvers begann mit einem Experiment des Kaufmanns Theodor Beltle im Jahre 1925. Er mischte Natron, Weinsäure und eine Flüssigkeit zusammen, aus der Kohlensäure entstehen sollte. Eine erfolgversprechende Substanz, mit dem Beltle ein frisches und prickelndes Getränk für alle Bevölkerungsschichten schaffen wollte. Und so war das Brauselimonadenpulver geboren, das sich ab 1932 Ahoj-Brause nannte. Und auch der charismatische blaue Matrose sollte sich auf den kleinen Tütchen etablieren, und untrennbar mit dem Brausepulver werden. Das Brauspulver und der Matrose waren und sind Kult.

Das Familienunternehmen Frigeo, das Theodor Beltle und Robert Friedel gründeten, erlebten bis in die neunziger Jahre erfolgreiche Zeiten des Wachstums. Denn die Ahoj-Brause konnte sich in allen Bevölkerungsschichten als eine günstige Alternative zur echten Limonade etablieren. Ebenso wurde das Sortiment unter anderem um Bonbons, Bärchen, Brocken, Lollys und Stangen erweitert. Allen Produkten kam der prickelnde und zischende Genuss gleich, und das bei jung und alt. Im Jahr 2002 übernahm Katjes das Unternehmen, und konnte die Ahoj-Brause in der alten und neuen Generation wieder erfolgreich positionieren.

Ahoj-Brause zischt, prickelt und kitzelt. Und das bei jungen und alten Menschen. Denn die Ahoj-Brause macht einfach Spaß, den auch schillernde Werbeträger wie Hape Kerkeling oder Nina Hagen beglaubigen.


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Heidi Klum und McDonald´s waren schon immer eine traumhafte Kombination. Während McDonald´s zwanghaft versucht, dass Image des Fettmachers ablegen, war Heidi Klum auf der Suche nach der richtigen Werbekampagne und plötzlich hatten sich „Zwei“ gefunden.

Bei der heutigen Sendung von Germanys Next Model lässt Werbeikone Heidi Klum ihre Mädels für den Burger-Giganten antreten. Mal als Chicken-Wrap, mal als Salatvariante wandeln die Anwärterinnen in einem Münchner Restaurant über den Laufsteg und machen mittels ihrer Personen Werbung.

Doch was lernen die Leute aus dieser Sendung, wenn die Mädels auf Nachfrage antworten, dass sie selbst auch gerne Jägerschnitzel mit Pommes verzehren? Dass man trotz fettigen Essens gertenschlank bleibt – schön wär´s! Gleiches lässt sich auch bei den Klums finden, so verkündet sie ewig strahlend, dass Geschnetzeltes, Gulasch oder Pizza ebenso dazu gehören wie Salat. Vielleicht sollte man einfach mal Seal fragen, was Gulasch überhaupt ist, denn gesehen, geschweige denn gegessen hat er es mit Sicherheit noch nie.

Nun ja, wer mag kann die Sendung gerne auf Pro7 verfolgen. Guten Appetit.


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Die Sympathien sind ihm gewiss. Denn der Werbespot der Marke vybemobile ist ungewöhnlich – ungewöhnlich humoristisch. Und dieser ungewöhnlich humoristische Werbespot hat inzwischen einen Kultstatus erreicht.

Vybemobile lässt in dem Werbespot zwei Musikwelten aufeinander treffen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Denn eine amerikanische HipHop-Legende trifft auf eine deutsche Schlager-Legende. Oder Snoop Dogg ist Roy Black.

Roy Black lebt, lebt in Snoop Dogg. Und der schräge Auftritt des Snopp Doggs ist einfach nur sympathisch. Insbesondere sein gebrochenes Deutsch, mit dem er Roy Blacks Klassiker “Schön ist es auf der Welt zu sein” wiedergibt, macht den Werbespot sehens- und hörenswert.

Verantwortlich für diese kreative Werbekampagne zeigt sich die Berliner Agentur Plantage, mit dem die Marke vybemobile, eine Kooperation zwischen E-Plus und Universal Music, in den jungen Subkulturen positioniert und etabliert werden soll. Sie sollen die Marke vybemobile in ihr Relevant Set aufnehmen. Denn vybemobile will nicht langweilig sein.

Der Werbespot und auch Snoop Dogg brennen sich in das Gedächtnis der Konsumenten ein. Denn er ist ungewöhnlich und somit merk-würdig.


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Dass Werbung manchmal am Rande des guten Geschmacks agieren muss, um genügend Aufmerksamkeit zu erhalten, ist ein typisches Phänomen der heutigen Gesellschaft. Umso provokanter der Werbespruch, desto besser die virale Verbreitung.

Nun hat der Deutsche Hochschulverband (DHV) Anstoß an der Plakatwerbung des Internetportals pkw.de genommen, wo mit folgendem Spruch für das Portal geworben wird: „Janine aus Berlin verkauft ihren Mini Cooper S für 16.000 Euro. Ihr Professor bot 9.500 Euro und gute Noten.“ Hintergrund dieser Werbung ist der aktuelle Fall aus Hannover, wo ein Professor gegen sexuelle Gefälligkeiten den Studentinnen zur Doktorwürde oder einem Abschluss verhalf.

Der Deutsche Hochschulverband sieht hier aber nicht die von pkw.de angeführte Satire, sondern: „Eine derartige Werbung ist ehrverletzend, beleidigend und in besonderem Maße für den Berufsstand des Hochschullehrers imageschädigend. (…) Indirekt wird Professoren sogar ein strafrechtliches Verhalten der Bestechlichkeit bzw. Vorteilsannahme unterstellt.“ (Quelle gmx.de)

Das Ziel, dem Leser zu suggerieren, dass man bei pkw.de höhere Erlöse beim Verkauf eines Autos erzielen kann, als an anderer Stelle, bleibt fragwürdig. Aus rein werbetechnischen Aspekten ist die Werbung jedoch gelungen und mit etwas Abstand sollten die Professoren doch lieber schmunzeln als zu klagen.


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Marken haben einen Wert. Einen Wert, dem verschiedene Zielgruppen entgegenstehen. Dabei können die Marken nach ihren Zielgruppen unterschieden und ausgerichtet werden. In der klassischen Markenlehre lassen sich Marken in Unternehmensmarken (Corporate Brands) und Produktmarken (Product Brands) einordnen. Daneben hat die angewandte Markenführung eine weitere Klassifikation hervorgebracht, die Arbeitgebermarken (Employer Brands).

Die Unternehmensmarke und deren Leitbilder richten sich an interne und externe Interessensgruppen - den Mitarbeitern, den Anteilseignern, dem Management und der Öffentlichkeit. Dabei müssen die Vision und die Mission des Unternehmens, aber auch die Werte und Ziele, einheitlich kommuniziert werden.

Die Produktmarke und deren Botschaften orientieren sich an externe Interessensgruppen - den Konsumenten und den Lieferanten. Dabei müssen sich die Produktmarke und das Unternehmen von den potentiellen Wettbewerbern eindeutig differenzieren. Insbesondere die sozialen und psychologischen Merkmale der Konsumenten sind anzusprechen.

Markenwelt © Flickr Kate A

Die Arbeitgebermarke und deren Kompetenzen richten sich an externe Interessensgruppen - den potenziellen Bewerbern. Dabei muss die Einzigartigkeit des Unternehmens als Arbeitgeber herausgestellt werden, sodass eine starke Positionierung auf dem Arbeitsmarkt eingenommen werden kann. Insbesondere das Image des Unternehmens ist entscheidend. Die Grenzen zwischen Unternehmensmarke und Arbeitgebermarke sind hier fließend, weiter in Harvard Businessmanager.

Marken sind allgegenwärtig. Und auch das Leistungsversprechen der Arbeitgebermarken scheint austauschbar zu sein. Die Unternehmen konzentrieren sich noch immer auf das externe und nicht auf das interne Marketing. Sobald den Mitarbeitern ein höherer Stellenwert im Unternehmen zugesprochen wird, haben Arbeitgebermarken eine Zukunft.


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Ein neuer Lebensstil macht sich breit. Ein Lebensstil, der gesund und nachhaltig gelebt und konsumiert werden will. Dabei scheint der neue Lebensstil in einem Widerspruch zu stehen. Zum einen müssen die Produkte den ethischen und ökologischen Ansprüchen dieses Konsumententyps genügen. Und auch die Qualität ist entscheidend. Zum anderen müssen die Produkte einer Mode und einem Lifestyle entsprechen. Und auch die Marke ist für diesen Konsumententyp nicht unerheblich. Diesen Stil leben die Lohas, die für Lifestyle of Health and Sustainability stehen. Sie wollen Produkte konsumieren, die gleichsam das Marken- und Umweltbewusstsein verbinden, weiter in Werben & Verkaufen, Nr. 16/2008.

Fair Trade Produkte © Flickr jetalone

Die Lohas, die auch Neo-Grüne genannt werden, konsumieren und leben nach dem Leitspruch „Ich kaufe ein, also bestimme ich“. Sie sind kritische Konsumenten, die die Produkte umweltbewusst hergestellt wissen wollen. Die Lohas finden sich in allen Altersgruppen und auch in allen Bildungsschichten. Sie sind naturbezogen, aber auch technikorientiert. Sie sind individuell, aber nicht elitär. Sie sind selbstbezogen, aber auch gemeinschaftlich.

Die Lohas etablieren sich auf den Konsumentenmärkten. Und das zunehmende Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt liefert einen wichtigen Nährboden. Dabei nehmen sich die Unternehmen diesem Konsumententyp an, sei es in den Bereichen Lebensmittel, Mode, Design, Tourismus oder Freizeit. Die Lohas suchen sich die Angebote, die ihren Ansprüchen gerecht werden. Aber auch die Unternehmen richten ihre Angebote immer mehr an den Lohas aus.

Die Lohas sind eine interessante Konsumentengruppe. Und ihr hybrider Lebensstil hat Potential. Aber können die Lohas die Konsumenten der Zukunft sein? Und werden sie wirklich das Konsumentenverhalten bestimmen? Festzuhalten bleibt, dass sich dieser Lebensstil schleichend etabliert. Inzwischen kommt ein gegensätzlicher Lebensstil auf, der Lifestyle of Voluntary Simplicity, auch Lovos genannt. Die Zeit wird es zeigen.


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