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Sagrotan: Desinfektionsmittel gegen H1N1 Schweinegrippe

Autor: Laura
abgelegt in: Marketingstrategien

Wer derzeit seinen Urlaub nach Spanien und die dazugehörigen Inseln bucht, den plagt neben Angst vor Anschlägen der ETA (Euskadi Ta Askatasuna, terroristische, baskische Untergrundorganisation) wohl auch die Sorge bezüglich der Schweinegrippe. Natürlich kann aus der Ängstlichkeit anderer Profit geschlagen werden…

So werden nicht nur Medikamente gegen Grippe sinnlos zu Hause im Internet geordert. Auch Desinfektionsmittel, in diesem Fall Sagrotan, hat der momentanen Situation mal eben die Werbung angepasst. So erscheint in der nun zur neuen Kampagne beim aktuellen Clip rechts oben in der Ecke auf rotem Grund, dass das Desinfektionsspray ebenfalls gegen Schweinegrippe-Viren wirksam ist.

Hier ein Video in dem noch dezenter hingewiesen wurde:

Stöbert man ein wenig auf der Homepage des Herstellers, so entdeckt man auch einige Informationseinträge zur Vogelgrippewelle 2006. Solche Erscheinungen sind natürlich immer nützlich, um den Verkauf etwas anzukurbeln. Selbstverständlich ist eine Grippe nicht gerade angenehm, dennoch wird immer wieder von Experten gewarnt, in Panik zu verfallen. An einer „normalen“ Grippe kann man genauso sterben und sollte auch zum Arzt gehen.

Selbstverständlich sollte man in den Zeiten hoher Infektionsraten vorsichtig sein und sich lieber einmal mehr die Hände waschen, aber in der eigenen Wohnung muss nicht gleich alles desinfiziert werden. Nützlich ist das Spray sicherlich, wenn man häufig mit Spanien-Reisenden in Kontakt kommt, die Erkältungssymptome zeigen (das heißt zum Beispiel Händeschütteln, nah beieinander stehen usw.), um sich die Hände zu desinfizieren.

Allerdings gibt es eine solch breite Produktpalette von Sagrotan, so dass es zur Desinfektion von Körperteilen noch anderes gibt als solches für Oberflächen. Dazu gibt’s mehr Informationen auf der Homepage, wo praktischerweise ein Produktfinder eingerichtet wurde.

Die Produkte sollen hier nicht schlecht geredet werden, allerdings fällt auf, dass der Verbraucher besonders in den Hochzeiten verschiedenster Grippewellen zum Kauf gebracht werden soll. Ansonsten hätte schon lange vorher damit geworben werden können.


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  1. MS schreibt:

    Das ist doch totale Kunden-Verarsche. Kann man das nicht verbieten lassen. Die armen Kunden, die das auch noch glauben, denen kann man leider auch nicht mehr helfen.
    Also wer es glaubt kauft dann lieber gleich die Jahresvorratspackung, da gibts 50 % Rabatt!
    LG: MS

  2. GM schreibt:

    Hierbei sollte es nicht darum gehen Hersteller von Hygieneartikeln und Produkten an den Pranger zu stellen. Das Schweinegrippenvirus verbreitet sich weiter und wir als Verbraucher müssen uns doch glücklich schätzen wenn die Hersteller/ deren Werbung uns darauf aufmerksam machen gegen was bsp. Sagrotan auch noch “zusätzlich” hilft. Werbung sollte IMMER auch aktuelle Situationen und Umstände aufgreifen –> immerhin soll Werbung auch der INFORMATION dienen…Im zweiten Schritt ist ja dann jedem selbst überlassen ob er die Produkte nutzt oder nicht.

  3. Lisa Meyer schreibt:

    Das Problem ist nur, dass es sich negativ auswirken kann, wenn man alles mit Sagrotan einsprüht. Bakterien und Viren mutieren. Das heißt es gibt immer einige von denen, die überleben und Resistenzen ausbilden. Und wenn man dann an denen erkrankt gibts kein Antibiotikum dafür…
    Die Leute sollten einfach mal aufgeklärt sein darüber! Und dann setzt die Werbung so einen Scheiss in die Welt

  4. M.S. schreibt:

    Nur soviel: Auch andere Hersteller haben wirksame Produkte. Nicht nur Sagrotan.

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