Kundenoffensive

Marketing & Sales
 


Frauenzeitschriften sind voll davon: Tipps und Tricks zur richtigen Ernährung und Fitness-Tipps für einen schönen und knackigen Hintern. Hin und her wird diskutiert, ob nun der Apfel- oder der Birnen-Po die ideale Form sei. Ganz klar, dass die Industrie die Aufmerksamkeit auf sich zieht, wenn sie eine Art Wundermittel parat hat.

Anstatt sich mit dem Essen zu zügeln oder anstrengende Turnübungen zu absolvieren, ist es doch viel leichter einfach in Turnschuhen umher zu laufen. Das tut man ja ohnehin immer. So präsentiert Reebok seit einiger Zeit einen Schuh namens EasyTone in der TV-Werbung.

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Lätta – und go!

Autor: Martin
abgelegt in: Werbung

Lätta – und go! heißt der aktuelle Werbeslogan der berühmten Halbfettmagarine. Während die Werbemacher vorher alles auf die Sex sells-Karte gesetzt hatten, springen sie im derzeitigen Werbespot auf den Gesundheitszug auf.

Weil’s Lätta schmeckt und das Leben so Lätta sein kann, heißt es Lätta – und go!, lebe bunter, Mut zur Leidenschaft. All dies waren Lätta-Werbeslogans der vergangenen Jahre, aber angefangen hatte alles 1987 mit der Frage, „Haben Sie sich entschieden, niemals dick zu werden?“. Das Diät-Image der Halbfettmagarine, die schlank macht hat Lätta nie aufgegeben, nur unterschiedlich verpackt. weiterlesen »


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Wie oft sieht man Artikel, die man für viel zu überteuert hält?! Da wäre es doch super, wenn man selbst entscheiden könnte, wie viel man ausgeben will. Dies ist nun immer öfter möglich… Brillengestell ©Flickr/(A3R) angelrravelor (A3R)

Restaurants und Serviceanbieter: immer mehr haben Aktionen, bei denen der Verbraucher nur das zahlt, was ihm die Ware oder die Dienstleistung wert ist. Nun zieht auch ein Optiker mit! In der Werbung und auch im Internet wirbt Apollo „Zahlen Sie nur, was Ihnen die Fassung wert ist“. weiterlesen »


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Bei nahezu allen Produkten entdeckt man heute irgendwas, was man sammeln kann, in der Hoffnung, dass man irgendwann einmal etwas dafür bekommt. Das wohl bekannteste Beispiel ist payback.

Dieses Programm gibt es seit dem Jahre 2000. Dabei handelt es sich um eine Aktion, mit der Kunden an bestimmte Filialen gebunden werden sollen. Versprochen für die Punkte werden Prämien oder dergleichen. Der Kunde bekommt eine Kundenkarte, die er dann bei jedem Einkauf an der Kasse vor dem Bezahlen vorlegt.

Auf BigBrotherAwards.de ist folgende Kritik zu lesen: „(…)PAYBACK strebt nach eigenen Angaben 12 Millionen Kunden an — eine äußerst gefährliche Struktur aufgebaut wird. Mit dieser werden die Konsumgewohnheiten von Bürgerinnen und Bürgern ausgeforscht, ausgewertet und auf unabsehbare Zeit gespeichert.“

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Kettensägenwerbung der Firma Stihl

Autor: Laura
abgelegt in: Werbung

Dass Werbung versucht uns über Emotionen zu erreichen ist wohl mittlerweile jedem klar. Die Frage ist nur, welche Ausmaße so etwas annehmen sollte.

Beim Durchstöbern des weit bekannten Videoportals You Tube bin ich kürzlich auf folgendes Video gestoßen:


Dramatisch wird der Verbraucher in eine Art  Horrorfilm versetzt. Das „Opfer“, hier eine junge Frau, durchlebt scheinbar quälende Ängste. Todesangst – in einem chaotischen Haus -  wird uns vermittelt.

Als die Situation nach rund 50 Sekunden nahezu ausweglos erscheint und die Frau die Kettenglieder der Säge beinahe abzählen kann, da sie fast an ihrer Nasenspitze kitzeln, wird die Dramatik aufgehoben. Scheinbar will der Antriebsmotor nicht mehr so recht, so dass es der Blondine plötzlich ganz langweilig wird und das Monster auf zwei Beinen in eine peinliche Lage kommt.

Dahinter steckt die Firma Stihl (zu erkennen an der letzten Bildsequenz), welche mit schnellem und einfachem Starten ihrer Kettensägen wirbt. Ein leichtes Schmunzeln mag der ein oder andere nun auf den Lippen haben. Irgendwie ist es doch aber traurig, dass es Menschen gibt, die nur noch gereizt werden, wenn Blut spritzt.

Außerdem sollte man Werbung vielleicht nicht dazu nutzen, um zu zeigen, mit welchen Mitteln in Horrorfilmen gemordet wird. Der Zweck sollte doch besser bleiben, Holz zu zersägen. Zumal das Familienunternehmen Stihl auch mit einer ansprechenden Website glänzt. Unter anderem gibt es eine virtuelle Werksführung und die Fertigungsverfahren werden genauer erklärt.

Immerhin wird der Kunde bei dem Werbespot sicher aufmerksam, wenn auch die Werbewirkung auf ungewöhnlichem Weg erzielt wird. Zu hoffen bleibt, dass die Sägen nun weiterhin nur zu ihrem vorgesehenen Zweck gekauft werden!


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Jeder kennt das: Man geht mit dem Einkaufszettel in den Supermarkt, dann schaut man sich in den Regalen noch etwas um. Meistens landet mehr im Einkaufswagen, als überhaupt geplant.

Das liegt nicht zuletzt an der Gestaltung der Verpackungen. Alles sehr appetitlich! Der Joghurt wird mit besonders vielen Früchten dargestellt.  Und ein Fertiggericht, bestehend aus Rotkraut, Roulade und Kartoffelpüree, macht auf dem Karton noch den Anschein, als käme es geradewegs aus einem tollen Restaurant.

Dies zeigt, dass Verpackung im Bereich eines erfolgreichen Marketings eine große Rolle spielt. Schließlich stellt das Design einen entscheidenden Kaufanreiz dar. Nicht für jedes Produkt kann es nämlich eine großangelegte Werbeaktion in Form vom Werbespots und Plakaten geben. Das Produkt bewirbt sich dann durch sein Aussehen selbst.

Ist einem dann das Wasser im Mund zusammengelaufen und man hat die Kasse überwunden, bereitet man das Gericht zu Haus mit viel Vorfreude zu. Der Duft steigt einem in die Nase, doch dann das böse Erwachen! Die Mahlzeit ähnelt eher einer einfarbigen Pampe, in der die Bestandteile nicht mehr wirklich zu erkennen sind – dies soll jedoch nicht heißen, dass es nicht schmeckt. Wer probiert allerdings gern von etwas unappetitlich Aussehendem?! Folglich ärgert man sich und hegt den Gedanken das nächste Mal vielleicht doch besser frisch zu kochen, als auf ein Fertiggericht herein zu fallen.

Da dies mittlerweile vielen Konsumenten passiert ist, gibt es im Internet einige Seiten, auf denen solche „Vorfälle“ auf Fotos festgehalten werden. Ein schönes Beispiel liefert pundo3000. Wie ich finde sehr interessant! So kann man vorher schon einmal hinter die Verpackung luchsen, ehe man einen Artikel einkauft ;-)


 



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Microsoft hat immer wieder mit seinem Image zu kämpfen. Nicht zuletzt wegen der scharfen Kritik an Windows Vista und er neuen Applekampagne “Get a Mac”. Nun versucht es Bill Gates mit Humor.

Seit Jahren nimmt Apple Microsoftentwicklungen auf die Schippe und stellt das Unternehmen als staubig und antiquiert da. Ihnen selbst gelangen immer wieder Werbeunternehmungen, die eindrucksvoll punkten können. Mit stylischen Designs, Werbemelodien, die zu Ohrwürmern werden und weltweiten Imagekampagnen hat Apple sich zur eindeutig hipperen Marke entwickelt. Die aktuelle Kampagne hat allein auf youtube so hohe Aufrufzahlen, dass sie wie eine virale Marketingkampagne wirkt.

Bill Gates will dem nun entgegenwirken und tritt gleich selbst auf. Gemeinsam mit Jerry Seinfeld, einem bekannten Stand-up Comedian aus den USA und ehemaliger Hauptdarsteller der Serien “Seinfeld”, steht er vor der Kamera für die neueste Microsoftkampagne. Diese startet am 4. September in Amerika und bald darauf auch in Deutschland und kostet rund 300 Millionen Dollar.

Spätestens dann wird sich zeigen ob Bill Gates diesmal mit “vollem Körpereinsatz” und dem Witz von Jerry Seinfeld auftrumpfen kann. Kurz vor seinem wechsel in den Aufsichtsrat wäre ihm das sicher eine Genugtuung.


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Fußballfans aufgepasst! Eure Träume werden wahr! Was tun, wenn das Spiel des Lieblingsvereins zu weit weg ist oder aus anderen Gründen keine Anreise ins Stadion möglich ist? Einfach an der Dose schnüffeln! ;) Ja stimmt! Denn echte Stadionluft kommt jetzt in der Dose zu jedem Fußballfan nach Hause.

Wie das möglich ist? Ganz einfach! Ein Stück Rasen wird dem Stadion entnommen, in eine Dose gesteckt und danach sicher verpackt. Zuhause angekommen wird die Dose aufgemacht und der originale Stadionduft entfaltet sich im Wohnzimmer, zum Beispiel bei der nächsten Premiere-Bundesliga-Live-Übertragung.

Ganz ehrlich?!? Entweder gehe ich ins Stadion oder lasse es ganz. Besteht tatsächlich ein Bedürfnis für sowas? Kann trotz der Stadionluft wirklich das Flair im eigenen Wohnzimmer aufkommen? Wer hat sich das schon wieder einfallen lassen? Aber na gut, Werbung macht es möglich, dann sonst würden die Dosen ja nicht so gut verkauft werden, wie es das Internet sagt.

Von einem Marketinggesichtspunkt her gesehen ist die Aktion ja auch nicht schlecht: Stadionluft in Dosen, da kann man entweder den Kopf drüber schütteln oder „ja!“ schreien - eine Meinung dazu entwickelt wohl jeder. Der Hersteller versucht offensichtlich, sich über Mundpropaganda und eine ausgefallene Idee zu profilieren, damit beim nächsten Produkt gesagt werden kann „Achso! Das waren doch die Spinner mit den Dosen.“ So wird natürlich Werbewirkung erreicht, auch wenn vielleicht nicht viele Leute das Zeug kaufen.

Also für alle die es ausprobieren wollen, mein Tip: Bierkasten kaufen, kalt stellen, den Flatscreen und den Decoder ins Wohnzimmer stellen, den Grill auf den Tisch, die Frauen schicken wir einkaufen und dann auf die Dose und die Übertragung genießen.

Wenn Frau nach Hause kommt, ist die Ausrede für das Chaos klar: Ich dachte, ich wäre im Stadion!


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Das Michelin Männchen © flickr / tandemracer

Firmen werben mit unterschiedlichsten Mitteln für ihre Produkte und versuchen, dem potenziellen Käufer diese anzupreisen. Doch um überhaupt als Unternehmen wahrgenommen zu werden, bedarf es nicht nur guter Produkte und eines möglichst treffenden Firmennamens - ein Markenlogo, genannt Brand, muss unbedingt vorhanden sein, um der Öffentlichkeit einen Kaufanreiz zu bieten.

Wer kennt ihn nicht, den freundlichen TUI-Smiley, das dicke Michelin-Männchen oder den saftigen “Apple-Apfel”? Die Psychologie der Brands ist simpel: Logos sollen die betreffende Firma interessant machen und einen möglichst direkten Bezug zu den angebotenen Produkten herstellen.

TUI wirbt mit einem Smiley © flickr / Andreius ITUI möchte Reisen verkaufen und seine Kunden zufriedenstellen, was durch das fröhliche, aber trotzdem schlichte und leicht wiederzuerkennende Brand symbolisiert wird.

Das Michelin-Männchen wirbt für Reifen, die zuverlässig und sicher sind. Das Firmenlogo lässt Michelin sympathisch und kundenfreundlich wirken.

Apple wirbt mit angebissenem Apfel © flickr / mrbillApple nimmt mit einem angebissenen Apfel direkten Bezug zum Firmennamen und stellt diesen auf visuelle Weise dar. Logo und Name verbinden sich im Gedächtnis des Konsumenten zu einer Einheit. Nützlicher Nebeneffekt ist, dass im Alltag der Apfel häufig unbewusst direkt mit Apple in Verbindung gebracht wird.

Das Logo von BMW in Blau und Weiß © flickr / estorilMarkenlogos können also viele wichtige Funktionen haben. Sie sollen dem Kunden eine Message vermitteln, den Firmennamen ergänzend darstellen, Produkte interessant machen. Oft stehen sie auch in direkter Verbindung zum geschichtlichen oder geografischen Hintergrund, wie beispielsweise das BMW-Firmenlogo, in dem sich die Farben des Freistaates Bayern wiederfinden.

Ohne Brands wäre die Firmenwelt deutlich langweiliger und häufig ginge der für den Absatz von Waren so wichtige Wiedererkennungswert verloren.


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Buch mit Slogan © flickr / mueckenschweinverlag

Airdesign” heißt die neue Marketingstrategie einiger Unternehmen, mit welcher man in Zukunft auf Kundenfang gehen möchte. Durch spezielle Duftstoffe sollen die Konsumenten zum Kauf und Wiederkommen animiert werden.

Dabei muss aber jedes Geschäft zunächst jenen Duftstoff bestimmen, der am besten zum Ambiente und den angebotenen Produkten passt. Da Düfte besonders die Fantasie und die Gefühlswelt der Menschen ansprechen, werden ganz unbewusst Botschaften übertragen. So animiert beispielsweise wohlriechender Kaffeeduft in einem Buchgeschäft zum längeren Verweilen. Man suggeriert dem Käufer insgeheim schon einmal die bevorstehende Zeit und Atmosphäre, in welcher das Buch später gelesen wird. Da es gerade in Buchgeschäften elementar ist, dass sich der Kunde wohlfühlt und sich auch zum Stöbern verführen lässt, ist der Einsatz des Kaffeeduftes ideal.

Ein frischer und waldiger Duft in einem Sportgeschäft drängt schnell die unangenehmen Assoziationen von Sport wie Schweiß und Nässe in den Hintergrund. Stattdessen wird eine “natürlich” duftende Umgebung geschaffen, der Käufer atmet unbewusst tiefer ein und es wird unwillkürlich eine Fantasie vom Joggen im Wald oder vom Fußball auf Rasen geweckt. Der Kunde verspürt so den Drang von sportlicher Betätigung.

Dies lässt sich mit unendlich vielen Beispielen fortsetzen. Damit ist nach den optischen Reizen ein weiterer hinzu gekommen. Stimmen beide Reize optimal, wird das Sortiment des Geschäftes von den potenziellen Käufern besser bewertet, es wird mehr Geld ausgegeben und es entsteht eine höhere Bereitschaft, wiederzukommen.

Leider hat diese Marketing-Strategie nicht nur Vorteile. Allergiker leiden oftmals unter Kopfschmerzen oder können Hautausschläge bekommen, weshalb inzwischen gefordert wird, dass für jene Geschäfte, die solche Geruchsstoffe einsetzen, eine Kennzeichnungspflicht besteht.


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