Derzeit gibt es im Fernsehen einen neuen Shampoo-Werbespot. Dort wird ein Produkt angepriesen, dass angeblich genauso gut sei, wie Produkte vom Friseur. Der Name der Marke ist Syoss. Doch was steckt dahinter?
Als allererstes wird in der Werbung ja hervorgehoben, dass es sich bei dem Produkt um eine qualitative Marke handelt, die man sich leisten kann. Tatsächlich sind 3,99 Euro für 500 Milliliter Shampoo ein Preis der im Vergleich zu anderen Produkten völlig in Ordnung ist. In einigen Filialen ist Syoss sogar günstiger erhältlich. Ergänzend dazu gibt es eine Pflegespülung und eine Haarkur.
Auf der Homepage des Produkts wird folgendes versprochen: „Die leistungsstarken Formeln von SYOSS enthalten hochwertige Pflegestoffe für außergewöhnlich schönes und gesund glänzendes Haar.“ Gut ist tatsächlich, dass das Shampoo keine Silikone enthält, da diese für das Haar nicht sonderlich gut sind. Zumindest das wird ja von Experten immer empfohlen. Ob es ansonsten auch wirklich gut ist, darüber mögen sich Experten oder besser noch jeder selbst seine eigene Meinung bilden. Bei Testberichten schnitt es jedoch weitgehend gut ab.
Konkret wird Syoss für das Unternehmen Henkel mit der Marke Schwarzkopf hergestellt, wie man unschwer auf der Rückseite der Flasche lesen kann. Auf der Homepage gibt es zusätzlich die Option „Experten Tipps“. Nur leider erhält man beim Klicken keine interessanten Informationen, sondern nur die Antwort, dass zuvor angepriesene Tipps in Kürze zu finden sein werden. Das fällt negativ auf! Schließlich ist das Produkt nun schon etwas auf dem Markt und es ist dem Verbraucher gegenüber eine schwache Kür, immer noch eine unvollständige Homepage zu präsentieren
Was Frauen mit Brüsten und Männer mit Abdichtungsmittel (oder doch anders rum
)in Verbindung bringen, nennt sich Silikon und ist heute auch in vielen anderen Bereichen zu finden. Zum Beispiel in der Küche
…Nur eben in anderer Form, nämlich fest und hitzebeständig. Genauer gesagt handelt es sich um Silikongummi, der trotz Festigkeit immer noch elastisch ist. Besonders beliebt ist es beim Kochen und Backen. Denn Vorteile gibt es genug! Zum Beispiel ist bei Kuchenformen kein Einfetten und kein Backpapier mehr nötig. Trotzdem lässt sich das Endprodukt leicht ablösen. Auch als Blech ist so ein praktisches Produkt erhältlich, welches viel früher abgekühlt ist, als ein Modell aus Metall.
Für trendbewusste Menschen unter uns, kann man sich die Küchenhelfer auch noch in vielen verschiedenen Farben aussuchen. Vielleicht passend zur Kücheneinrichtung?! Zum Glück können die guten Stücke auch in die Spülmaschine, so dass man hinterher nicht viel Arbeit hat. Obwohl, wenn sowieso nichts kleben bleibt…
Nicht nur in Bezug auf Hitze sondern auch mit Kälte können die Silikonteile gut mithalten. Bis minus 40 Grad könnte man sie tiefkühlen, ehe das Material beschädigt oder gar kaputt wäre.
Unschön sind allerdings die Preise. Ganz günstig ist das ja alles nicht (teilweise kostet ein “Blech” mehr als 40 Euro), aber vielleicht sieht das in ein paar Jahren schon wieder anders aus. Handys waren vor zehn Jahren schließlich auch viel teurer. Und günstige Angebote gibt es immer.
In die Kritik geraten sind einige Modelle, wegen der eventuell gesundheitsschädlichen Weichmacher. Da bleibt zu hoffen, dass man bei einem Markenprodukt auf geprüfte Qualitätsware setzen kann. Ansonsten ist es nämlich eine clevere Neuerung, die seit geraumer Zeit in unsere Haushalte Einzug hält.
Schon ewig mit dabei ist dieses Kräuter-Bonbon. Der Werbeslogan ist seit Jahren derselbe und hält sich gut in Sachen Einprägsamkeit. Wieso ist das eigentlich so und was macht die Marke aus?
Zunächst einmal zur Marke selbst: Ricola entspringt einem schweizer Familienunternehmen. Der Firmennamen entstand aus Richterich & CO. Laufen, 1930 von Emil Wilhelm gegründet. Heute ist das Unternehmen so populär, dass es in 50 Länder weltweit ihre Bonbons exportiert.
Zunächst sang eine freundliche Stimme “Ricola” und dem ein oder anderen wird’s jetzt wieder in den Ohren klingeln. In den letzten Jahren prägte sich allerdings ein tradionsbewusster Slogan ein: “Wer hat’s erfunden? - Die Schweizer”. Das durchscheinende Traditionsbewusstsein trägt auch sicher zur Attraktivität des Produkts bei. Man vertraut auf die Wirkung der Bonbons, wenn man erkältet ist.
Einige finden das Bonbon sicher auch interessant, da die Werbung versucht mit Witz und Charme zu punkten - was auch gelingt. Im Moment sind das ein paar Chinesen, die vergebens versuchen das schweizerische “r” sprachlich korrekt herauszubringen. Immer dabei ist allerdings der kleine Schweizer.
Wer einmal probiert hat, der weiß vielleicht auch zu schätzen, dass die kleinen Packungen nebst Inhalt wunderbar in Handtasche oder Auto überdauern und bei Bedarf eine leckere Nascherei sind. Was steckt eigentlich drin? Laut Werbung wissen wir ja “13 natürliche Kräuter”. Genauer gesagt sind das: Pfefferminze, Thymian, Schafgarbe, Spitzwegerich, Salbei, Holunder, Malve, Schlüsselblume, Frauenmantel, Eibisch, Bibernelle, Ehrenpreis und Andorn. Daneben sind auch noch vielerlei Geschmacksrichtungen erhältlich.
Auch wenn man nicht gerade an Husten und Heiserkeit leidet, so nimmt man doch gern eins, da sie einfach schmecken
Ein Tipp am Rande: angeblich kann man den Kräuterzucker auch gut zum süßen von Tee verwenden!
Jeder, der sich in seiner Umgebung etwas umschaut, stößt darauf: die modernen Englischen (oder doch Denglischen?) Werbeslogans. Aber wie alltagstauglich sind sie überhaupt?
Dass Englisch eine moderne Sprache ist, steht außerhalb jeder Diskussion und die vielen Anglizismen in unserer Sprache bezeugen dies nur zu gut. Menschen der jüngeren Generation fällt dies kaum noch auf, da Wörter, wie z.B. Mailbox, Lift und Website, vollends in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen sind. Fragt man hingegen Leute ab 50 aufwärts, so sind diese häufig von dem Deutsch-Englischen Kauderwelsch abgeneigt. Stellt sich die Frage, ob es für Großunternehmen nicht günstiger wäre, auf die nationale Muttersprache zurückzugreifen, anstatt nur die Hälfte der deutschen Durchschnittsbürger anzusprechen. Zum einen, weil diese kreativen Werbeslogans oft sogar falsch übersetzt werden. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass der gewünschte Werbeerfolg ausbleibt. Ein Paradebeispiel ist der Slogan der Firma Douglas „Come in and find out“, welcher häufig falsch mit „Komm rein und finde wieder raus“ übersetzt wurde. Da helfen auch alle versteckten Vorteile, wie z.B. Weltoffenheit, Jugendlichkeit und Moderne nichts, die die Englische Sprache unterbewusst vermittelt. Dass diese Firmen nicht ausschließlich Senioren ansprechen wollen dürfte klar sein, jedoch stellen gerade diese eine attraktive Zielgruppe dar, vor allem, weil gerade sie ihr Geld auch für Luxusartikel ausgeben können, um auf diesem Wege den Ruhestand zu genießen. Viele Unternehmen folgen seit neuestem dem Vorbild ihrer Mitstreiter und publizieren verstärkt deutsche Slogans. So heißt es bei Douglas nun „macht das Leben schöner“ und bei Coca Cola nicht mehr „Make It Real“, sondern „Nur Du bist Du!“. In diesem Sinne ist uns vielleicht mit einigen kurzen, prägnanten und vor allem einprägsamen deutschen Slogans in den neuen Kampagnen mehr geholfen, als mit zweideutigen (D)Englischen Phrasen, die einige in den Wahnsinn treiben.
In den letzten Wochen war eine Meldung vorherrschend: Google hat eine Billion Websiten gefunden. Laut TechCrunch indiziert Google davon aber “nur” rund 40 Milliarden. Mehr als die Hälfte des Internets taucht also bei Google gar nicht auf.
Diese Meldung war für TC der Aufhänger dafür, dass jetzt eine neue Suchmaschine in den Starlöchern ist, die alles besser, neuer und interessanter macht als der derzeitige Marktriese. Sie nennt sich Cuil (gesprochen: “cool”) und gibt als ihre Stärken gegenüber Google eine bessere Kategorisierung der einzelnen Suchbegriffe, sowie eine geplante Indizierung von 120 Milliarden Seiten an. Diese sollen dann durchsucht werden. Wenn das stimmt, durchsucht Cuil ca. 3 Mal soviel Websites wie Google.
Den praktischen Test besteht Cuil übrigens (noch?) nicht. Natürlich sieht das Ergebnis anders aus als bei Google, die derzeitigen Suchergebnisse bringen jedoch Sites zum Vorschein, für die der normale User keinerlei Verwendung haben dürfte. Oft werden Profile irgendwelcher Image-Datenbanken auf einen bestimmten Suchbegriff hin ausgegraben, bei denen der praktische Nutzen für den Sucher gleich Null ist.
Es kann also sein, dass Cuil mehr Seiten im Index hat und eine neuartige Suchmethode entwickelt - wenn die es nicht schnell hinbekommen, ihre Seite an die Realität anzupassen, prophezeie ich dem Projekt eine sehr kurze Lebensdauer.
Ein Vorteil läge darin, dass keine Nutzerdaten gespeichert würden. Ich wünsche dem Projekt viel Glück!
Sie sind talentiert, sympathisch, frech, schön, und auch erfolgreich: Die Fußballspieler. Und die Werbeindustrie setzt immer mehr auf Fußballspieler in der Werbung. Sie sind die neuen Helden, die die jungen Menschen glorifizieren. Sie sind die neuen Vorbilder, mit denen sich die jungen Menschen identifizieren. Aber sie müssen auch Typen sein. Sie müssen unterschiedliche Rollen besetzen. Denn Fußballspieler sind Marken. Sie sind die neuen Werbestars.
Der Fußball ist nicht mehr nur Sport, sondern auch Sex. Denn Fußballer sind Athleten und Sexsymbole in einer Person. Und das macht sich die Werbewirtschaft zunutze. Dabei bedienen sie nicht nur die männliche, sondern auch eine weibliche Zielgruppe. Während die Fußballspieler den jungen Männern eine Identität anbieten, gewinnen sie bei jungen Frauen Sympathie. Auch für den Sport gilt: Sex sells!
Das Audi gute Autos baut, ist seit einer ganzen Weile bekannt. Dass sie auch eine gute bis hervorragende Kreativ-Abteilung ihr eigen nennen, dürften zumindest diejenigen wissen, die regelmäßig fernsehen.
Tatsächlich gehören die Audi-Commercials seit Jahren zum Besten, was Deutschlands Marketing-Landschaft in Sachen Werbung so hervorbringt. Speziell die Autowerbung hat in den letzten Jahren immer mehr an Klasse gewonnen, was meiner Meinung nach nicht zuletzt an Audi liegt, denn durch deren Werbeclips wird die Messlatte für die anderen immer ein Stücken nach oben gelegt.
Da wäre dieser unvergessene Auftritt von KingKong, der sich auf eine gewisse Weise nicht vom Grip des Quattro lösen kann und darüber ganz die weiße Frau vergisst.
Den Zeigefinger anfeuchten, in das kleine Tütchen stecken, und abschlecken. Das ist die Ahoj-Brause. Und sie erlebt einen neuen alten Trend, den des Retro. Denn die Ahoj-Brause frischziniert seit 83 Jahren. Und sie kommt wieder in Mode. Heute werden 100 Millionen Tüten des legendären Brausepulvers mit dem blauen Matrosen jährlich konsumiert. Und die Frischzination dieser Traditionsmarke geht weiter.
Die Erfolgsgeschichte des prickelnden Brausepulvers begann mit einem Experiment des Kaufmanns Theodor Beltle im Jahre 1925. Er mischte Natron, Weinsäure und eine Flüssigkeit zusammen, aus der Kohlensäure entstehen sollte. Eine erfolgversprechende Substanz, mit dem Beltle ein frisches und prickelndes Getränk für alle Bevölkerungsschichten schaffen wollte. Und so war das Brauselimonadenpulver geboren, das sich ab 1932 Ahoj-Brause nannte. Und auch der charismatische blaue Matrose sollte sich auf den kleinen Tütchen etablieren, und untrennbar mit dem Brausepulver werden. Das Brauspulver und der Matrose waren und sind Kult.
Das Familienunternehmen Frigeo, das Theodor Beltle und Robert Friedel gründeten, erlebten bis in die neunziger Jahre erfolgreiche Zeiten des Wachstums. Denn die Ahoj-Brause konnte sich in allen Bevölkerungsschichten als eine günstige Alternative zur echten Limonade etablieren. Ebenso wurde das Sortiment unter anderem um Bonbons, Bärchen, Brocken, Lollys und Stangen erweitert. Allen Produkten kam der prickelnde und zischende Genuss gleich, und das bei jung und alt. Im Jahr 2002 übernahm Katjes das Unternehmen, und konnte die Ahoj-Brause in der alten und neuen Generation wieder erfolgreich positionieren.
Ahoj-Brause zischt, prickelt und kitzelt. Und das bei jungen und alten Menschen. Denn die Ahoj-Brause macht einfach Spaß, den auch schillernde Werbeträger wie Hape Kerkeling oder Nina Hagen beglaubigen.
Die Sympathien sind ihm gewiss. Denn der Werbespot der Marke vybemobile ist ungewöhnlich – ungewöhnlich humoristisch. Und dieser ungewöhnlich humoristische Werbespot hat inzwischen einen Kultstatus erreicht.
Vybemobile lässt in dem Werbespot zwei Musikwelten aufeinander treffen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Denn eine amerikanische HipHop-Legende trifft auf eine deutsche Schlager-Legende. Oder Snoop Dogg ist Roy Black.
Roy Black lebt, lebt in Snoop Dogg. Und der schräge Auftritt des Snopp Doggs ist einfach nur sympathisch. Insbesondere sein gebrochenes Deutsch, mit dem er Roy Blacks Klassiker “Schön ist es auf der Welt zu sein” wiedergibt, macht den Werbespot sehens- und hörenswert.
Verantwortlich für diese kreative Werbekampagne zeigt sich die Berliner Agentur Plantage, mit dem die Marke vybemobile, eine Kooperation zwischen E-Plus und Universal Music, in den jungen Subkulturen positioniert und etabliert werden soll. Sie sollen die Marke vybemobile in ihr Relevant Set aufnehmen. Denn vybemobile will nicht langweilig sein.
Der Werbespot und auch Snoop Dogg brennen sich in das Gedächtnis der Konsumenten ein. Denn er ist ungewöhnlich und somit merk-würdig.
Marken haben einen Wert. Einen Wert, dem verschiedene Zielgruppen entgegenstehen. Dabei können die Marken nach ihren Zielgruppen unterschieden und ausgerichtet werden. In der klassischen Markenlehre lassen sich Marken in Unternehmensmarken (Corporate Brands) und Produktmarken (Product Brands) einordnen. Daneben hat die angewandte Markenführung eine weitere Klassifikation hervorgebracht, die Arbeitgebermarken (Employer Brands).
Die Unternehmensmarke und deren Leitbilder richten sich an interne und externe Interessensgruppen - den Mitarbeitern, den Anteilseignern, dem Management und der Öffentlichkeit. Dabei müssen die Vision und die Mission des Unternehmens, aber auch die Werte und Ziele, einheitlich kommuniziert werden.
Die Produktmarke und deren Botschaften orientieren sich an externe Interessensgruppen - den Konsumenten und den Lieferanten. Dabei müssen sich die Produktmarke und das Unternehmen von den potentiellen Wettbewerbern eindeutig differenzieren. Insbesondere die sozialen und psychologischen Merkmale der Konsumenten sind anzusprechen.
Die Arbeitgebermarke und deren Kompetenzen richten sich an externe Interessensgruppen - den potenziellen Bewerbern. Dabei muss die Einzigartigkeit des Unternehmens als Arbeitgeber herausgestellt werden, sodass eine starke Positionierung auf dem Arbeitsmarkt eingenommen werden kann. Insbesondere das Image des Unternehmens ist entscheidend. Die Grenzen zwischen Unternehmensmarke und Arbeitgebermarke sind hier fließend, weiter in Harvard Businessmanager.
Marken sind allgegenwärtig. Und auch das Leistungsversprechen der Arbeitgebermarken scheint austauschbar zu sein. Die Unternehmen konzentrieren sich noch immer auf das externe und nicht auf das interne Marketing. Sobald den Mitarbeitern ein höherer Stellenwert im Unternehmen zugesprochen wird, haben Arbeitgebermarken eine Zukunft.