Der Elektronik-Riese Media Markt ist ja nicht gerade für seine zurückhaltenden Werbekampagnen bekannt und musste sich schon des öfteren gegen kritische Stimmen wehren.
Zuletzt war die Kette mit ihrer eigenwilligen Plakatwerbung in die Diskussion geraten, die wahrscheinlich die Sinnlosigkeit der Rabattschlachten von Discountern und Händlern anprangern sollte, jedoch eher zu Verwirrungen bei den Kunden und hönischen Kommentaren über die dazugehörigen Werbevideos führte. Mit der Weihnachtskampagne stieß der Konzern nun aber in ein ganz anderes Wespennest und erzürnte nicht nur Kirchenvertreter.
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Platz 10 bis 6 der Top 10 besten Werbeslogans aller Zeiten stellten wir in der letzten Woche vor und heute soll es mit den Spitzenreitern im Ranking weitergehen.
Auch die heutige Auswahl an Werbeslogans richtet sich nach unterschiedlichen Kriterien, jeder der hier vorgestellten Werbesprüche ist aus einem ganz individuellen Grund in den Top 5 gelandet. Selbstverständlich will diese Rangliste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, dazu ist die schiere Zahl der Slogans schlichtweg zu groß. Doch so manche Perle der Werbekunst bleiben dem Konsumenten aus irgendeinem Grund für lange Zeit im Gedächtnis, und einige von ihnen komplettieren im Folgenden die kundenoffensive.de-Top-10 der besten Werbeslogans aller Zeiten.
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Die Top 10 der Werbeslogans sieht in jeder Umfrage anders aus, und auch die hier getroffene Auswahl soll nicht als ultimative Endlösung herhalten.
Zumal es bei einer Top 10 der besten Werbeslogans erst einmal darauf ankommt, zu definieren, was man unter eben diesen versteht. Ist ein guter Werbespruch einer, der amüsiert, witzig ist, im Gedächtnis bleibt? Auch wenn man sich vielleicht nicht daran erinnern kann, für welches Produkt er eigentlich steht? Oder ist ein guter Werbeslogan ein solcher, der ein Produkt gut verkaufen kann, auch wenn er eigentlich irgendwie langweilig ist? Die folgende Rangliste besteht aus Slogans, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ausgewählt wurden – Hauptsache, sie haben irgendetwas Besonderes an sich.
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Der gemeinnützige Verein foodwatch verleiht zum dritten Mal im Namen der deutschen Verbraucher den Goldenen Windbeutel für den dreistesten Werbe-Betrug des Jahres 2011. Was uns die Werbung oft vorheuchelt, rückt foodwatch unter die Lupe der Wahrheit.
Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine, doch ist die Werbung ganz groß darin, ihre Kaufargumente auf künstliche Stelzen zu stellen. Es ist leicht, den Verbraucher für dumm zu verkaufen und das nutzen die Produkthersteller aufs Dreisteste aus. Nicht nur Schönrederei deckt foodwatch auf, sondern auch schamlose Lüge trotz besseren Wissens der Hersteller. Stimmen Sie jetzt ab für den größten Werbelügner des Jahres! weiterlesen »
Der Werbespot der ERGO Versicherung hat in letzter Zeit für eine Menge Gesprächsstoff gesorgt, da ein aufmerksamer Beobachter haargenaue Parallelen zu dem Film „High Fidelity” erkannt hat. Und ja, es stimmt, die Ähnlichkeiten sind frappierend und es stellt sich die Frage: wurde hier kopiert oder zitiert?
Der Film „High Fidelity” aus dem Jahr 2000, der auf einer Romanvorlage von Nick Hornby basiert, darf sich geehrt fühlen, er inspirierte die Werbeproduzenten der ERGO Versicherungsgruppe zu einen Spot, dessen Werbewirkung nun nicht mehr zu unterschätzen ist.
Schaut man sich in gewissen Foren um, so findet man immer wieder den Vorwurf des dreisten Diebstahls bzw. der Einfallslosigkeit. Ja, da mag was dran sein, aber vielleicht ist es auch geplant und perfekt abgestimmtes Kalkül.
Immerhin ist der Werbeslogan nun in aller Munde und die Anzahl der Klicks des Videos auf einschlägigen Portalen bestätigt das Interesse der Verbraucher. Allerdings hat das den Vorteil, dass der großartige Film „High Fidelity” nun ebenfalls die Aufmerksamkeit auf sich zieht und dieser sicherlich den ein oder anderen Fan dazu gewinnen wird.
Vielleicht sind die Produzenten des Werbespots auch selbst nur große Fans des Films und haben mit dem Clip eine Art Hommage produziert.
Der Werbeslogan „Die Menschen wollen versichert werden. Und nicht verunsichert.” spricht Bände. Altbewährtes macht sich eben am Besten.
Und hier ein Trailer zum Originalfilm.
Lätta – und go! heißt der aktuelle Werbeslogan der berühmten Halbfettmagarine. Während die Werbemacher vorher alles auf die Sex sells-Karte gesetzt hatten, springen sie im derzeitigen Werbespot auf den Gesundheitszug auf.
Weil’s Lätta schmeckt und das Leben so Lätta sein kann, heißt es Lätta – und go!, lebe bunter, Mut zur Leidenschaft. All dies waren Lätta-Werbeslogans der vergangenen Jahre, aber angefangen hatte alles 1987 mit der Frage, „Haben Sie sich entschieden, niemals dick zu werden?“. Das Diät-Image der Halbfettmagarine, die schlank macht hat Lätta nie aufgegeben, nur unterschiedlich verpackt. weiterlesen »
Wunderbar lachen kann man, wenn man sich ein altes Fotoalbum nimmt. Nicht nur, weil man sich an schöne und lustige Erlebnisse erinnert, sondern auch, weil wir damals für uns heute „komische“ Sachen und Frisuren trugen. Ganz ähnlich ist es auch mit der Werbung…
Kürzlich stieß ich auf einen Werbespot der Allianz aus den 80er Jahren. Dieser ist erst einmal viel länger als die heutigen durchschnittlichen Zeiten für einen Spot. Liegen diese aktuell bei 20 bis 30 Sekunden, so waren es damals wohl auch lange Werbefilme um die 60 Sekunden.
Heute soll Werbung von Versicherungen seriös wirken und kommt dadurch meistens etwas trocken rüber. In den 80ern enthielt der Werbejingle folgenden Text: weiterlesen »
Ein separates Thema verdient die Werbesprache. Schließlich begegnet sie uns täglich und erzeugt oftmals ein Schmunzeln. Worauf achten die Profis dabei eigentlich?
Zur Zeit der Finanzkrise fragen wir uns alle, wo unser Geld hingeht und wo ausreichend neues herkommt. Außerdem überlegen sich die meisten mittlerweile dreimal, ob sie sich etwas neues, teureres anschaffen.
Es fängt schon beim täglichen oder wöchentlichen Einkauf an. Da überlegt man, wo man am besten sparen kann und dennoch zufrieden mit dem Produkt ist. Lidl setzt mit dem Werbespot auf Harmonie und Glückseligkeit. Und das alles durch Produkte zum Discouter-Preis!
Damit hat es sonst nur Plus versucht: mit den “kleinen Preisen”. Dennoch denke ich, dass Lidl besser ankommt. Das geht auch von der Werbemusik aus. Schließlich ist ein entspannender Song und glückliche Gesichter schöner anzusehen, als ein schreiender 0,99Euro-Preis, der durch die Gegend rennt.
Die Vermutung liegt nahe, dass Lidl auf Menschlichkeit und andere tiefgründige Werte und Normen baut, jetzt, wo wir uns langsam wieder der Weihnachtszeit nähern. Frauen werden sicher auch besonders angesprochen. Der Spot rückt die Familie in den Mittelpunkt und wer ist nicht treffender für die Versorgung mit Lebensmittel der Familie zuständig als die Mutter.
Für einige ist Lidl dennoch nicht gerade ein komfortabler und ansehlicher Supermarkt. Mit der Nettigkeit des Spots wird dies etwas wettgemacht. Stellt sich nur die Frage, was uns der Slogan am Ende nun alles sagen soll. Ganz deutlich wird meiner Meinung nach nicht, was sich an Lidl außer der Ersparnis noch alles lohnt. Ich denke, dass sich kaum jemand zu Haus darüber freut, dass das Prdodukt nun gerade bei Lidl erworben wurde. Hauptsache es schmeckt!
Vorteil für den Supermarkt: etwas weg vom Ramsch-Laden-Image, was viele Leute so empfinden.
Jeder, der sich in seiner Umgebung etwas umschaut, stößt darauf: die modernen Englischen (oder doch Denglischen?) Werbeslogans. Aber wie alltagstauglich sind sie überhaupt?
Dass Englisch eine moderne Sprache ist, steht außerhalb jeder Diskussion und die vielen Anglizismen in unserer Sprache bezeugen dies nur zu gut. Menschen der jüngeren Generation fällt dies kaum noch auf, da Wörter, wie z.B. Mailbox, Lift und Website, vollends in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen sind. Fragt man hingegen Leute ab 50 aufwärts, so sind diese häufig von dem Deutsch-Englischen Kauderwelsch abgeneigt. Stellt sich die Frage, ob es für Großunternehmen nicht günstiger wäre, auf die nationale Muttersprache zurückzugreifen, anstatt nur die Hälfte der deutschen Durchschnittsbürger anzusprechen. Zum einen, weil diese kreativen Werbeslogans oft sogar falsch übersetzt werden. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass der gewünschte Werbeerfolg ausbleibt. Ein Paradebeispiel ist der Slogan der Firma Douglas „Come in and find out“, welcher häufig falsch mit „Komm rein und finde wieder raus“ übersetzt wurde. Da helfen auch alle versteckten Vorteile, wie z.B. Weltoffenheit, Jugendlichkeit und Moderne nichts, die die Englische Sprache unterbewusst vermittelt. Dass diese Firmen nicht ausschließlich Senioren ansprechen wollen dürfte klar sein, jedoch stellen gerade diese eine attraktive Zielgruppe dar, vor allem, weil gerade sie ihr Geld auch für Luxusartikel ausgeben können, um auf diesem Wege den Ruhestand zu genießen. Viele Unternehmen folgen seit neuestem dem Vorbild ihrer Mitstreiter und publizieren verstärkt deutsche Slogans. So heißt es bei Douglas nun „macht das Leben schöner“ und bei Coca Cola nicht mehr „Make It Real“, sondern „Nur Du bist Du!“. In diesem Sinne ist uns vielleicht mit einigen kurzen, prägnanten und vor allem einprägsamen deutschen Slogans in den neuen Kampagnen mehr geholfen, als mit zweideutigen (D)Englischen Phrasen, die einige in den Wahnsinn treiben.