Kundenoffensive

Marketing & Sales
 


Lätta – und go!

Autor: Martin
abgelegt in: Werbung

Lätta – und go! heißt der aktuelle Werbeslogan der berühmten Halbfettmagarine. Während die Werbemacher vorher alles auf die Sex sells-Karte gesetzt hatten, springen sie im derzeitigen Werbespot auf den Gesundheitszug auf.

Weil’s Lätta schmeckt und das Leben so Lätta sein kann, heißt es Lätta – und go!, lebe bunter, Mut zur Leidenschaft. All dies waren Lätta-Werbeslogans der vergangenen Jahre, aber angefangen hatte alles 1987 mit der Frage, „Haben Sie sich entschieden, niemals dick zu werden?“. Das Diät-Image der Halbfettmagarine, die schlank macht hat Lätta nie aufgegeben, nur unterschiedlich verpackt. weiterlesen »


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Wunderbar lachen kann man, wenn man sich ein altes Fotoalbum nimmt. Nicht nur, weil man sich an schöne und lustige Erlebnisse erinnert, sondern auch, weil wir damals für uns heute „komische“ Sachen und Frisuren trugen. Ganz ähnlich ist es auch mit der Werbung…

Kürzlich stieß ich auf einen Werbespot der Allianz aus den 80er Jahren. Dieser ist erst einmal viel länger als die heutigen durchschnittlichen Zeiten für einen Spot. Liegen diese aktuell bei 20 bis 30 Sekunden, so waren es damals wohl auch lange Werbefilme um die 60 Sekunden.

Heute soll Werbung von Versicherungen seriös wirken und kommt dadurch meistens etwas trocken rüber. In den 80ern enthielt der Werbejingle folgenden Text: weiterlesen »


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Werbesprache

Autor: Laura
abgelegt in: Marketingstrategien, Werbung

Ein separates Thema verdient die Werbesprache. Schließlich begegnet sie uns täglich und erzeugt oftmals ein Schmunzeln. Worauf achten die Profis dabei eigentlich?

Werbeplakat mit einer Frau © Flickr/ Dreamer7112

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Lidl vollzieht den Imagewandel

Autor: Laura
abgelegt in: Kampagnen

Zur Zeit der Finanzkrise fragen wir uns alle, wo unser Geld hingeht und wo ausreichend neues herkommt. Außerdem überlegen sich die meisten mittlerweile dreimal, ob sie sich etwas neues, teureres anschaffen.

Es fängt schon beim täglichen oder wöchentlichen Einkauf an. Da überlegt man, wo man am besten sparen kann und dennoch zufrieden mit dem Produkt ist. Lidl setzt mit dem Werbespot auf Harmonie und Glückseligkeit. Und das alles durch Produkte zum Discouter-Preis!

Damit hat es sonst nur Plus versucht: mit den “kleinen Preisen”. Dennoch denke ich, dass Lidl besser ankommt. Das geht auch von der Werbemusik aus. Schließlich ist ein entspannender Song und glückliche Gesichter schöner anzusehen, als ein schreiender 0,99Euro-Preis, der durch die Gegend rennt.

Die Vermutung liegt nahe, dass Lidl auf Menschlichkeit und andere tiefgründige Werte und Normen baut, jetzt, wo wir uns langsam wieder der Weihnachtszeit nähern. Frauen werden sicher auch besonders angesprochen. Der Spot rückt die Familie in den Mittelpunkt und wer ist nicht treffender für die Versorgung mit Lebensmittel der Familie zuständig als die Mutter.

Für einige ist Lidl dennoch nicht gerade ein komfortabler und ansehlicher Supermarkt. Mit der Nettigkeit des Spots wird dies etwas wettgemacht. Stellt sich nur die Frage, was uns der Slogan am Ende nun alles sagen soll. Ganz deutlich wird meiner Meinung nach nicht, was sich an Lidl außer der Ersparnis noch alles lohnt. Ich denke, dass sich kaum jemand zu Haus darüber freut, dass das Prdodukt nun gerade bei Lidl erworben wurde. Hauptsache es schmeckt!

Vorteil für den Supermarkt: etwas weg vom Ramsch-Laden-Image, was viele Leute so empfinden. 


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Denglisch in der Werbung

Autor: Laura
abgelegt in: Werbung

Jeder, der sich in seiner Umgebung etwas umschaut, stößt darauf: die modernen Englischen (oder doch Denglischen?) Werbeslogans. Aber wie alltagstauglich sind sie überhaupt?

Dass Englisch eine moderne Sprache ist, steht außerhalb jeder Diskussion und die vielen Anglizismen in unserer Sprache bezeugen dies nur zu gut. Menschen der jüngeren Generation fällt dies kaum noch auf, da Wörter, wie z.B. Mailbox, Lift und Website, vollends in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen sind. Fragt man hingegen Leute ab 50 aufwärts, so sind diese häufig von dem Deutsch-Englischen Kauderwelsch abgeneigt. Stellt sich die Frage, ob es für Großunternehmen nicht günstiger wäre, auf die nationale Muttersprache zurückzugreifen, anstatt nur die Hälfte der deutschen Durchschnittsbürger anzusprechen. Zum einen, weil diese kreativen Werbeslogans oft sogar falsch übersetzt werden. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass der gewünschte Werbeerfolg ausbleibt. Ein Paradebeispiel ist der Slogan der Firma Douglas „Come in and find out“, welcher häufig falsch mit „Komm rein und finde wieder raus“ übersetzt wurde. Da helfen auch alle versteckten Vorteile, wie z.B. Weltoffenheit, Jugendlichkeit und Moderne nichts, die die Englische Sprache unterbewusst vermittelt. Dass diese Firmen nicht ausschließlich Senioren ansprechen wollen dürfte klar sein, jedoch stellen gerade diese eine attraktive Zielgruppe dar, vor allem, weil gerade sie ihr Geld auch für Luxusartikel ausgeben können, um auf diesem Wege den Ruhestand zu genießen. Viele Unternehmen folgen seit neuestem dem Vorbild ihrer Mitstreiter und publizieren verstärkt deutsche Slogans. So heißt es bei Douglas nun „macht das Leben schöner“ und bei Coca Cola nicht mehr „Make It Real“, sondern „Nur Du bist Du!“. In diesem Sinne ist uns vielleicht mit einigen kurzen, prägnanten und vor allem einprägsamen deutschen Slogans in den neuen Kampagnen mehr geholfen, als mit zweideutigen (D)Englischen Phrasen, die einige in den Wahnsinn treiben.


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Der heutige Werbespot kommt von der Telekom. Die hat eine lange Geschichte in Sachen Werbung zu verzeichnen und hat mal mehr, mal weniger ansprechende Spots gebracht. Bei diesem hier sieht man aber, dass das Geld in die richtige Richtung geflossen ist.

Zugegeben, die Werbefachmänner hatten es hier einfach. Denn der emotional geladene Auftritt von Paul Potts in der britischen Casting-Shot BGT (Britain’s Got Talent) war ja bereits vorhanden, es musste nur aus den von der Telekom gekauften Rechten ein ansprechender Werbespot zusammengeschnitten werden.

Diese Aufgabe wurde gemeistert. Der Anfang kombiniert Menschen, die auf Potts Aussage, er wolle jetzt eine Oper singen, nur lachen können, mit dem untertitelten Live-Mitschnitt auf Englisch direkt aus der Show. Potts erscheint als komische Figur in einer Art Zirkus, bis er den Mund aufmacht. Ab dann sind alle gebannt und lauschen den Klängen, die aus der eigentlich komischen Situation etwas Beeindruckendes formen. Aber wie gesagt, bei der Vorlage hätte sich T-Mobile schon extrem dumm anstellen müssen, um die Werbung zu verhauen. Die Technologie des Werbeträgers - Internet-Handys, Laptops und Fernsehen - wird dargestellt als der Link, der die Geschehensebenen verknüpft und Potts Zauber in die Welt hinausträgt.

Eine simple Taktik - und sie geht auf. Damit ist mit einfachen Mitteln aus einem beeindruckenden Auftritt ein beeindruckender Werbespot geworden.

Interessant ist Folgendes: Der Auftritt von Paul Potts ist bereits ein Jahr alt. Doch erst 2008 eroberte der Brite die Charts und stieg direkt auf Platz 4 in die Single- bzw Platz 3 in die Albumcharts ein.

Der Grund ist klar: Die Telekom Werbung hat nicht nur einen immensen Nutzen für die Firma, sondern auch für den darin auftretenden Künstler erbracht.


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Die deutsche Autoversicherung Allianz setzt in dieser Werbung auf eine Taktik, die heute so wohl niemand mehr anwenden würde.

Statt ausgefuchster, auf Marketinganalysen basierender Stories, die die Marke mit einem bestimmten Gefühl in Verbindung bringen sollen, setzen die PR-Macher von Allianz hier auf den simpelsten aller Witze: Den Blondinenwitz.

Der bietet die Überleitung zum mehr oder weniger gelungenen Spruch “Alliance. Not only for blonds“, der außerhalb des Werbekontextes wenig Sinn macht.

Die Werbung wirkt im heutigen Zeitalter von Tarifvergleich und Statistikbergen irgendwie antiquiert, versprüht aber einen nicht wegzurationalisierenden Charme.

Die Frage ist nur, ob die hier mit der Allianz verknüpften Attribute “chauvinistischer Witz trifft Playboy-Optik” mit dem zur Zeit doch eher auf Beständigkeit und Sicherheit bauenden Image der Versicherungsfirma zusammenpasst.

Ganz abgesehen vom Rechtschreibfehler im Werbeslogan ist diese Art der Werbung wohl nicht mehr wirklich erfolgreich. Trotzdem, lustig ist sie allemal.


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Die aggressive Werbestrategie des Baumarktes „Praktiker“ ist nach aktueller Rechtsprechung irreführend. Insbesondere die aggressiven Rabattaktionen, die mit der Werbeaussage „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ begleitet werden, sind für den durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Verbraucher irreführend. Denn die Rabattaktionen schließen nicht nur Tiernahrung, sondern auch Tchiboprodukte aus. Und das macht „Praktiker“ in seiner Werbeaussage nicht deutlich.

Die Baumarktkette „Praktiker“ wird seine Werbestrategie umpositionieren müssen. Denn die aggressive Werbeaussage „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ hat nach dem rechtskräftigen Urteil nicht mehr Bestand. Und „Praktiker“ leitet sodann auch einen werbestrategischen Wechsel ein. Die Rabattaktionen sollen reduziert, und auf ausgewählte Produkte übertragen werden. Der aggressive Preiskampf mit dem Marktführer „Obi“, dessen Werbestrategie origineller und erfolgreicher ist, kann in die nächste Runde gehen. Und erste Ansätze zeigen sich in dem neuen Werbespot, in dem „Praktiker“ dem Imagewerbespot von „Obi“ angreift.

Der strategische Werbewechsel kann erfolgversprechend werden. Denn der onmipräsente Werbespot von „Obi“ führt inzwischen zu Reaktanzen bei den Verbrauchern. Und der direkte werbliche Seitenhieb von „Praktiker“ wird begrüßt. Sollen Baumärkte singen oder verkaufen?


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Germanys Next Topmodel bei McDonald´s

Autor: Martin
abgelegt in: Werbung

Heidi Klum und McDonald´s waren schon immer eine traumhafte Kombination. Während McDonald´s zwanghaft versucht, dass Image des Fettmachers ablegen, war Heidi Klum auf der Suche nach der richtigen Werbekampagne und plötzlich hatten sich „Zwei“ gefunden.

Bei der heutigen Sendung von Germanys Next Model lässt Werbeikone Heidi Klum ihre Mädels für den Burger-Giganten antreten. Mal als Chicken-Wrap, mal als Salatvariante wandeln die Anwärterinnen in einem Münchner Restaurant über den Laufsteg und machen mittels ihrer Personen Werbung.

Doch was lernen die Leute aus dieser Sendung, wenn die Mädels auf Nachfrage antworten, dass sie selbst auch gerne Jägerschnitzel mit Pommes verzehren? Dass man trotz fettigen Essens gertenschlank bleibt – schön wär´s! Gleiches lässt sich auch bei den Klums finden, so verkündet sie ewig strahlend, dass Geschnetzeltes, Gulasch oder Pizza ebenso dazu gehören wie Salat. Vielleicht sollte man einfach mal Seal fragen, was Gulasch überhaupt ist, denn gesehen, geschweige denn gegessen hat er es mit Sicherheit noch nie.

Nun ja, wer mag kann die Sendung gerne auf Pro7 verfolgen. Guten Appetit.


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Dass Werbung manchmal am Rande des guten Geschmacks agieren muss, um genügend Aufmerksamkeit zu erhalten, ist ein typisches Phänomen der heutigen Gesellschaft. Umso provokanter der Werbespruch, desto besser die virale Verbreitung.

Nun hat der Deutsche Hochschulverband (DHV) Anstoß an der Plakatwerbung des Internetportals pkw.de genommen, wo mit folgendem Spruch für das Portal geworben wird: „Janine aus Berlin verkauft ihren Mini Cooper S für 16.000 Euro. Ihr Professor bot 9.500 Euro und gute Noten.“ Hintergrund dieser Werbung ist der aktuelle Fall aus Hannover, wo ein Professor gegen sexuelle Gefälligkeiten den Studentinnen zur Doktorwürde oder einem Abschluss verhalf.

Der Deutsche Hochschulverband sieht hier aber nicht die von pkw.de angeführte Satire, sondern: „Eine derartige Werbung ist ehrverletzend, beleidigend und in besonderem Maße für den Berufsstand des Hochschullehrers imageschädigend. (…) Indirekt wird Professoren sogar ein strafrechtliches Verhalten der Bestechlichkeit bzw. Vorteilsannahme unterstellt.“ (Quelle gmx.de)

Das Ziel, dem Leser zu suggerieren, dass man bei pkw.de höhere Erlöse beim Verkauf eines Autos erzielen kann, als an anderer Stelle, bleibt fragwürdig. Aus rein werbetechnischen Aspekten ist die Werbung jedoch gelungen und mit etwas Abstand sollten die Professoren doch lieber schmunzeln als zu klagen.


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